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Wie unterschiedlich Verkehrssünden in Europa geahndet werden und warum das „Aufpassen“ auch im Mietwagen wichtiger denn je ist.

Die Differenzen zwischen ausländischen Bußgeldern und deutschen Strafmaßen können auch innerhalb von Europa drastisch sein. Wer also einen sparsamen Urlaub mit dem Leihwagen plant, sollte sich mit den jeweiligen Verkehrsvorschriften und Bußgeldhöhen auseinandersetzen, besonders seitdem der Bundestag das Gesetz zur “Anwendung des Grundsatzes der gegenseitigen Anerkennung von Geldstrafen und Geldbußen” beschlossen hat. Konkret bedeutet das, dass Knöllchen und andere Strafbescheide EU-weit vollstreckt werden und im Ausland nicht mehr nur bei Sofortkasse geahndet werden.

Wir liefern eine kleine Übersicht der teuersten Delikte:

„Too fast“ in Großbritannien

Großbritannien führt die Hitliste der teuersten Geschwindigkeitsdelikte unangefochten an. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 50 Stundenkilometer kann bis zu 2.500 Pfund (3.093 Euro) kosten. Auch nicht billig ist ein zu rasanter Spaß mit dem Mietwagen in Österreich. Die Österreicher bestrafen dieses Vergehen mit 2.180 Euro. In Polen dagegen lässt es sich etwas entspannter fahren. Im Nachbarland ist die maximale Strafhöhe von 500 Złoty (121 Euro) vergleichsweise günstig.

Frühstücks-Ramazotti in Italien

Mit Alkohol am Steuer wirds in Italien richtig teuer.

Mit Alkohol am Steuer wirds in Italien richtig teuer.

In Italien stellt sich die Ahndung alkoholisierten Fahrens etwas fragwürdig dar: Tagsüber beträgt das Mindestbußgeld 1.500 Euro, während sich die Strafen nachts um gut ein Drittel auf 2.000 Euro erhöhen. In den meisten europäischen Ländern herrscht die 0,5-Promillegrenze. Ganz auf Alkohol muss aber in Tschechien und Slowakei verzichtet werden. Hier besteht ein absolutes Alkoholverbot. Vergleichsweise streng sind auch Schweden und Polen. Ein zweites Bier darf hier nicht verkostet werden, denn die Grenze liegt bei 0,2 Promille.

No parlare in Italien

In Italien lassen Sie am Steuer das Handy besser ausgeschaltet.

Sitzt man hinter dem Steuer, sollte man das Handy besonders in Italien klingeln lassen. Mobiltelefongespräche während des Autofahrens werden hier mit mindestens 155 Euro Bußgeld bestraft. Da telefoniert man mit 40 Euro Strafe in Deutschland vergleichsweise günstig. Gar nicht auf ein Schwätzchen verzichten muss man in Schweden. Hier gibt es kein Handy-Verbot hinter dem Steuer.

Außerdem…

In Spanien sollte man sich zweimal umgucken, bevor man seinen Mietwagen (kreativ) parkt. Falschparken kann hier bis zu 90 Euro kosten. In Belgien lohnt es sich in jedem Fall, in eine Weste zu investieren. Wer die Anlegepflicht einer Warnweste missachtet, kann sich auf ein Bußgeld von bis zu 1.375 Euro gefasst machen. Sehr sensibel auf Rotlichter sollte man in Norwegen reagieren. „Rotsündern“ droht hier bis zu 640 Euro Strafe.

Teure Verkehrssünden: In diesen Ländern kann es teuer werden…
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