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Teil 1 – Allgemeine Infos und Mietwagentipps / von der Hauptstadt an die Pazifikküste

Traumstrände, Kaffee- und Zuckerrohrplantagen, dichte Regenwälder, aktive Vulkane und exotische Tiere – Costa Rica ist vor allem ein Paradies für Naturliebhaber. Aber auch Abenteuerlustige kommen beim Zip-Line-Flug über den Nebelwald oder bei einer Hängebrücken-Tour voll auf ihre Kosten. Ebenfalls ein Abenteuer ist gelegentlich das Autofahren in Costa Rica – zumindest in manchen Regionen und je nach Witterungs- und Straßenverhältnissen. Wie Sie dieses Abenteuer gut überstehen und dabei einen wunderschönen Urlaub erleben, verrät CarDelMar Junior Sales Manager Anke Hartman (26). Anke war vor kurzem drei Wochen lang im Mietwagen in Costa Rica unterwegs. In unserem Blog schildert sie ihre persönlichen Urlaubshighlights. Sie erhalten Infos rund um Costa Rica und erfahren, worauf Sie als Mietwagenurlauber besonders achten sollten. Da Anke in Costa Rica unglaublich viele spannende Dinge gesehen und erlebt hat, widmen wir diesem tollen Reiseziel zwei Blogbeiträge. Im ersten Teil gibt es allgemeine Infos zu Reisezeiten und zu Costa Rica als Mietwagendestination und Anke berichtet von ihren Reiseerfahrungen an der traumhaften Pazifikküste. In Teil zwei wird sie uns an ihren Erlebnissen im Landesinneren, an der Karibikküste und in der Hauptstadt San José teilhaben lassen. Zudem gibt es weitere interessante Infos für Mietwagenurlauber.

Wann warst du in Costa Rica und für wie lange?

Anke: Ich war zusammen mit meinem Freund vom 18. Mai bis zum 5. Juni dort. Das war zwar schon in der Regenzeit, aber der Zeitraum war trotzdem ideal. Ab Mai sind nicht mehr so viele Touristen unterwegs wie zwischen Januar und April, wenn die Hauptreisezeit ist. Und die kurzen Regenschauer waren nicht unangenehm, weil es insgesamt ja so warm war. Übrigens sind, je nachdem, was man vorhat, trotz Regenzeit auch Juli und August gute Reisezeiten. Wer zum Beispiel die Eiablage der Schildkröten beobachten möchte, kommt am besten in diesem Zeitraum.

Wie habt ihr euch dort fortbewegt?

Für ihre Mietwagenreise durch Costa Rica hat Anke einen Daihatsu Bego von Europcar gemietet.

Für ihre Mietwagenreise durch Costa Rica hat Anke einen Daihatsu Bego von Europcar gemietet.

Anke: Wir hatten bis auf einen Tag nach der Ankunft und einen Tag vor dem Abflug die ganze Zeit einen Mietwagen, und zwar einen Daihatsu Bego von Europcar. Der war einwandfrei! Ich habe ziemlich weit im Voraus gebucht, das heißt schon im Februar. So habe ich uns ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gesichert. Der Vermieter hat uns bei Abholung des Mietwagens gesagt: „Ihr könnt uns immer kontaktieren, außer bei platten Reifen!“. Tatsächlich hatten wir dann gleich zweimal einen Platten. Das kann auf Costa Rica gelegentlich vorkommen, weil viele Straßen wirklich steinig sind. Man hat ja erstmal schon Angst, wenn sowas passiert, aber letztendlich hat alles super geklappt.

Steinige und holperige Straßen sind in Costa Rica keine Seltenheit.

Steinige und holperige Straßen sind in Costa Rica keine Seltenheit.

Wie habt ihr euch denn bei den Reifenschäden beholfen?

Anke: Die Ticos – so heißen die Einwohner Costa Ricas – sind wirklich total nett und hilfsbereit! Sie haben sogar mit angepackt und uns gesagt, wo die nächste Reifenstation ist. Dorthin sind wir dann gefahren, nachdem mein Freund den Ersatzreifen aufgezogen hatte. Dort wurde der Schaden behoben und der Ersatzreifen wieder gegen den „richtigen“ Reifen ausgetauscht. Diese Reifenstationen sind wirklich überall! Für unsere Verhältnisse sind sie total günstig. Wir haben dort umgerechnet nur etwa sechs Dollar bezahlt.

Wie sind die Straßenverhältnisse in Costa Rica insgesamt?

Dieses Straßenschild warnt Autofahrer in Costa Rica vor den extrem steilen Straßenverhältnissen.

Dieses Straßenschild warnt Autofahrer in Costa Rica vor den extrem steilen Straßenverhältnissen.

Anke: Es gibt eine Reihe von gut ausgebauten Straßen, die auch auf der Karte als solche zu erkennen sind – zum Beispiel den Pazifikhighway (Costanera/Route 34), der die ganze Küste entlangführt. Auch um die Hauptstadt San José herum sind die Straßen besser. Die Straßen an der nördlichen Pazifikküste waren hingegen sehr holperig. Unsere schlimmste Strecke war die Straße zwischen Montezuma und Santa Teresa. Wir mussten durch kleine Flüsse fahren, zum Teil war es sehr steil und es gab große Steine. Leider kommt man nur auf diesem Weg nach Santa Teresa. Man sollte sich insgesamt darauf einstellen, dass man öfter Umwege fahren muss, insbesondere, wenn ab Mai die Regenzeit losgeht. Zum Beispiel beim Lake Arenal, wenn man von Monteverde zum Vulkan Arenal fahren möchte: Es gibt zwar eine kurze Strecke unten am See entlang, aber wir haben von den Einheimischen erfahren, dass es dort einen Fluss gibt, durch den man nicht durchkommt. Also sind wir die längere Strecke um den See gefahren. Die Straße zwischen dem Vulkan Arenal und dem Vulkan Poas ist dann wieder besser. Es gibt auch noch andere Ecken, wo es schlimme Straßen gibt, zum Beispiel im Süden, in der Gegend von Drake Bay. Dort sind wir wegen der Regenzeit gar nicht hingefahren.

Habt ihr euch vorab über die Straßenverhältnisse informiert oder woher wusstet ihr, wo ihr fahren könnt und um welche Strecken ihr besser einen Bogen macht?

Anke: Bei den kleineren Straßen ist meist nicht auf der Karte zu erkennen, wie der Zustand ist. Die Straßenverhältnisse können sich auch je nach Jahreszeit und Witterung ändern. Um aktuelle Infos zu bekommen, spricht man am besten viel mit Einheimischen. Es ist auch ratsam, direkt bei der Abholung des Mietwagens den Vermieter zu fragen, wo man gut fahren kann. Wir haben uns zudem gleich nach unserer Ankunft bei der Touristeninformation in San José nach den aktuellen Straßenverhältnissen erkundigt.

Wie habt ihr euch mit den Einheimischen verständigt?

Anke: Spanischkenntnisse sind in Costa Rica auf jeden Fall gut. Wir können beide kein Wort Spanisch. Die Verständigung funktionierte auch mit Händen und Füßen. Manche Ticos sprechen auch Englisch.

Welche Ziele habt ihr im Rahmen eurer Rundreise in Costa Rica angesteuert?

Anke: Von der Hauptstadt San José aus sind wir erstmal Richtung Süden nach Uvita gefahren. Hier habe ich schon gleich einen Tipp: Unser Navi hat uns durch die kleinsten Straßen geführt, was ich wegen der Straßenverhältnisse nicht empfehlen würde. Besser ist es, erst in einem Bogen nach Parrita zu fahren und dann auf der Route 34 den Pazifikhighway entlang. Das ist zwar länger, aber man kommt trotzdem viel schneller voran. Auf unserer beschwerlicheren Strecke haben wir aber dafür eine tolle Aussicht genossen und konnten unterwegs Kokosnüsse und Mangos kosten und mitnehmen. Uvita ist bekannt, weil die Küste dort wie eine Walfischflosse geformt ist. Wir haben dort in einem tollen Hostel übernachtet und wurden gleich morgens von einem Brüllaffen geweckt.

Habt ihr eure Unterkünfte vorher reserviert?

Anke: Wir hatten vorher nichts reserviert. Im Mai ist das auch nicht nötig. Wenn man in der Hauptreisezeit zwischen Februar bis April in Costa Rica unterwegs ist, empfiehlt es sich allerdings, zu reservieren. Weil wir spontan kamen, konnten wir sogar handeln. Meist haben wir rund 10 Euro pro Person und Nacht gezahlt.

Welches Ziel habt ihr als Nächstes angesteuert?

Anke: Es ging dann ein Stück nach Norden, zur Playa Dominical. Der Strand dort ist echt schön. Auch dort hatten wir eine günstige Unterkunft direkt am Strand. Hier haben wir Zwischenstation gemacht vor unserem nächsten Ziel, dem Parque Nacional Manuel Antonio, einer der Touristenattraktionen in Costa Rica. Auf dem Weg dorthin wurden wir gleich gestoppt und dann in eine Führung gedrängt. Die Führung war aber wirklich gut und der Park ist richtig schön! Im Park gibt es zwei traumhaft schöne Strände. Dort kann man super schnorcheln.

Muss man sich beim Baden eigentlich vor Haien in Acht nehmen oder kann man sorglos ins Wasser gehen?

Anke: Ins Wasser ja – man muss allerdings aufpassen wegen der ganzen Waschbären (crab-eating racoons), die es im Manuel Antonio am Strand gibt. Ein Gast hat sein Zeug dort unbeaufsichtigt liegen lassen und die Tiere waren sofort da. An anderen Orten haben wir keine Waschbären gesehen.

Welche Tiere habt ihr sonst noch im Park gesehen?

Anke: Wir haben dort Faultiere sehen, unglaublich viele Vogelarten, Kapuzineraffen und eine Schlange. Wir waren dann noch in der Nähe an einem anderen Strand außerhalb des Parks. Dort forderte die Touristenpolizei uns auf den Strand zu verlassen, weil Krokodile gesichtet worden seien.

Was war eure nächste Station?

Anke: Nach einer Übernachtung in Jaco, wo die Unterkünfte etwas teurer waren, ging es auf der Küstenstraße weiter zum Réserva Biologica Carara. Dieser Nationalpark ist bekannt dafür, dass man dort Papageien sehen kann. Wir haben keinen einzigen gesehen! Trotzdem hat es uns hier fast besser gefallen als im Manuel Antonio, weil es weniger touristisch ist. Wir haben sooo viele Tiere gesehen: zum Beispiel Riesenmeerschweine, Kapuzineraffen und Geoffroy’s Spider Monkeys. Die Wege waren schön gemacht und wir bekamen einen Plan, mit dem wir uns gut zurechtfinden konnten. Von da aus fuhren wir weiter nach Norden Richtung Puntaremas. Auf dem Weg dorthin, in der Nähe von Tacoles, ist eine bekannte Krokodilbrücke: Unter der Brücke waren etwa 35 Krokodile – es war unglaublich die zu sehen!

Schreiten Sie über die Krokodilbrücke in der Nähe von Tacoles und bewundern Sie die vielen Krokodile, die sich unter der Brücke tummeln.

Schreiten Sie über die Krokodilbrücke in der Nähe von Tacoles und bewundern Sie die vielen Krokodile, die sich unter der Brücke tummeln.

Mit der Autofähre ging es dann nach Paquera und weiter nach Montezuma. Der Ort ist bekannt für seinen schönen Strand und vor allem für einen beeindruckenden Wasserfall. Ein Tipp für alle, die zum Wasserfall wollen: Macht nicht wie ich den Fehler, das mit Flipflops zu versuchen! Auf dem Weg zum Wasserfall muss man von Stein zu Stein springen und da sind richtige Schuhe ein Muss. Wir haben dann noch Santa Teresa angesteuert, weil es dort sehr hübsch sein sollte. Die Straße dorthin war die schlimmste, die ich in Costa Rica erlebt habe! Leider mussten wir auch genau auf diesem Weg wieder zurückfahren. Unsere nächsten Strände waren Playa Nosara, der uns von Freunden empfohlen worden war und Playa Ostional, der im Refugio Nacional liegt. Letzteren haben wir angesteuert, weil man da nachts auch schon im Mai Schildkröten bei der Eiablage beobachten kann. Wir haben aber leider keine einzige gesehen. Etwas später im Jahr sollen an diesem Strand Tausende von Schildkröten sein.
Von Ostional aus ging es in den Nebelwald Monteverde im Landesinneren. Das war ein Riesenweg, der vier bis fünf Stunden gedauert hat.

Welche Reiseerfahrungen Anke dort gesammelt hat, wie es sich anfühlt, beim Zip Lining in 60 Metern Höhe über den Baumwipfeln zu fliegen und welche Orte sie dann an der Karibikküste angesteuert hat, wird es im nächsten Blogbeitrag zu Costa Rica gehen. Zudem erfahren Sie dann mehr vom Pura Vida, dem entspannten Lebensgefühl der Ticos. Und last not but least gibt es noch ein paar Mietwagentipps, damit Sie Ihre Reise durch dieses traumhafte Land in vollen Zügen genießen können.

Bis bald – Ihr CarDelMar-Team