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Die meisten Menschen lieben es, im Urlaub auf Reisen zu gehen, um die Welt zu entdecken. Der Autor Alex Himberg liebt das Reisen sogar so sehr, dass er beschlossen hat, seine Passion zum Beruf zu machen. Der 48-jährige schreibt Reisetagebücher und lädt seine Leser mit dem geschriebenen Wort zu den schönsten Orten der Erde ein. Im CarDelMar Mietwagenblog veröffentlicht der Berliner nun sein Reisetagebuch von seiner Nordtour in Sizilien als 7-teilige Serie. Jeden Freitag wird er einen neuen Artikel posten und erzählen, was er in Nordsizilien mit seinem Mietwagen erlebt hat.

Heute beginnt die Serie mit der „Ankunft in Palermo“…

Ankunft in Palermo

Es gibt nichts Schöneres, als an einem Flughafen anzukommen, das Gepäck ist da und der Mietwagen steht bereit. Sofort nach der Ankunft drohen sonst immer schwierige Verhandlungen mit diversen Fahrkartenverkäufern, die alle irgendwelche Tickets verkaufen wollen, bloß nicht das, was Du brauchst. Die Taxifahrer nehmen gern die eine oder andere unnötige Schleife in der Stadt. Mit dem Mietwagen bist Du alle diesbezüglichen Sorgen los – und zwar komplett. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Wenn ich all die Zeit und Ausgaben bedenke, die ich früher im Urlaub der Mobilitätslogistik geopfert habe, erscheint mir der Mietwagen als die rentabelste Lösung.

In einer italienischen Großstadt muss es natürlich ein Kleinwagen sein, wenn wir schon mal beim praktischen Teil der Geschichte sind. Das bestätigt sich auch in Palermo wieder. Ich meine sogar, die sizilianische Hauptstadt ist geradezu das Paradebeispiel dafür. Auf der Schnellstraße in die Stadt bist Du natürlich besser unterwegs als mit jedem anderen Verkehrsangebot (die Fahrt mit der Bahn dauert z.B. eine Stunde bis Stazione Centro und dann stehst Du erst mal da und musst doch ein Taxi nehmen), aber auf der Via Roma kann man erst einmal entspannt dahin gleiten und die ersten Eindrücke von Palermo aufnehmen. Richtig praktisch wird der kleine Stadtflitzer, wenn Du, so wie wir, mitten in der Altstadt wohnen willst.

Alles, was ich bisher über Palermo gehört habe, schwärmte von dem morbiden Charme der Altstadt, und genau da wollten wir auch wohnen: in einem von diesen alten Palais,  denen die Geschichte der Stadt aus allen Fugen springt. Von den aufgemotzten Hotels hatte ich schon im Internet genug, und ein guter Sizilienkenner riet mir, einfach vor Ort etwas auszuwählen. Zimmer gäbe es immer.

Palazzo in Palermo

Dieses Hotel fanden wir dank eines hilfsbereiten Italieners

Nun konnten wir auch nicht der Versuchung wiederstehen, erst einmal noch am Hafen entlangzufahren und einen guten Cappuccino mit

Meer-Blick zu nehmen – für die Hotelsuche war es dann schon ein wenig spät. Zwar kamen wir prima durch die kleinen Gassen, in denen sich die betagten Gemäuer verbergen, aber das Ergebnis war ernüchternd: geschlossene Rezeptionen und wenn wir jemand antrafen, wurde uns lediglich die Ausbuchung des Hotels verkündet. Nach der dritten Absage standen wir schon recht unschlüssig vor dem Palazzo unserer Begehrlichkeiten herum. Dann passierte, was nur in Italien passiert. Eine Vespa fährt vor, ein kleiner älterer Herr springt ab und erkundigt sich sofort nach der Trauermiene der „Signora“. Wie, kein Zimmer im Palazzo, unglaublich – ein paar Handyanrufe im Rekordtempo, dann wirft er sich wieder auf die Vespa und bedeutet uns zu folgen. Noch ein paar Straßen im Zickzack, dann öffnet sich wie von Geisterhand ein meterhohes Portal, und wir fahren auf diesen unglaublich beeindruckenden Hof. Auf einmal alles kein Problem. Herrliches Jugendstil-Zimmer mit funktionierender Dusche und Klimaanlage, schnell frisch gemacht, und schnell noch einmal hinaus – in das mittlerweile nächtliche Palermo.

 

Andere Teile des Reiseberichts über Nord-Sizilien:
Vor zum Teil 2: Palermo bei Nacht