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Asienexperte und CarDelMar Kunde Sebastian Weber (36) berichtet von seinem absoluten Traumreiseziel Thailand. Erfahren Sie mehr über die schönsten Ecken des Landes, die kulturellen Highlights und Tipps zum Fahren mit dem Mietwagen:

Thailand gehört zu den beliebtesten Reisezielen weltweit. Ich habe das Land nun schon mehrmals bereist – mit dem Bus, per Zug und mit einem Mietwagen – und das Königreich gehört für mich noch immer zu den schönsten Ländern, die ich kenne. Inzwischen habe ich fast alle Ecken und Winkel Thailands erkundet und trotzdem finde ich immer wieder neue Plätze, Köstlichkeiten, Regionen und Strände, die mich begeistern.

Von meinen Reise-Erfahrungen möchte ich hier berichten und dabei einige sehenswerte Orte empfehlen sowie Hinweise zum Reisen geben. Besonders der paradiesische Süden und der eher kühle Norden haben es mir dabei angetan, von denen ich hauptsächlich erzählen werde.

Die sechs Regionen Thailands: jede für sich ein sehenswertes Ziel

Grundsätzlich kann ich jede Region Thailands empfehlen. Den meisten Erstbesuchern aus dem kühlen Nordeuropa wird es jedoch wie mir bei meiner ersten Reise nach Thailand gehen: zuerst wollte ich mich damals an den traumhaften Stränden satt sehen (und bin dabei auch fündig geworden). Dafür kann ich nur den Süden Thailands empfehlen, der mich landschaftlich aus dem Staunen nicht mehr herausgebracht hat. Doch dazu später mehr. Zuerst zu den einzelnen Teilen Thailands. Thailand hat insgesamt sechs Regionen, die in ihrer Art sehr unterschiedlich sind und manchmal habe ich das Gefühl, dass in den Tiefen dieses Landes ein nicht zu endender Brunnen an kulturellen, kulinarischen und natürlichen Sehenswürdigkeiten existiert, der jedes Mal wieder ungeahnte Überraschungen hervorbringt.

In der Nähe von Bangkok befindet sich die Königsstadt Ayutthaya

In der Nähe von Bangkok befindet sich die Königsstadt Ayutthaya

Zu den sechs Regionen in aller Kürze: Die sogenannte Zentralebene liegt um und nördlich von Bangkok, die als Hauptstadt das wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes ist. Diese Zentralebene wird auch als Reiskammer des Landes bezeichnet, da hier wegen der fruchtbaren Ackerböden der Reisfeldanbau besonders günstige Bedingungen vorfindet. Im zentralen Thailand befindet sich auch die alte Königsstadt Ayutthaya, die es auf jeden Fall zu besuchen gilt. Weiter im Norden befindet sich die gleichnamige Nordregion, die wegen ihrer bergigen Landschaften und dem untypisch frischen Klima einen spannenden Gegensatz zu dem sonst schwülen und manchmal stickigen restlichen Thailand bietet. An der Grenze zu Birma westlich von der Zentralregion befindet sich die Westregion mit dem Drei-Pagoden-Pass und der aus dem Film „Die Brücke am Kwai“ bekannten Brücke über den Fluss Khwae Yai bei Kanchanaburi. Etwas mehr südöstlich der Zentralebene liegt die Ostregion mit dem bekannten Touristen- und Badeort Pattaya und einigen schönen vorgelagerten Inseln wie beispielsweise Ko Chang oder Ko Samet. In der nordöstlichen Region, die auch als Isaan bekannt ist, liegt die Khorat-Hochebene. Der Isaan ist eine sehr stolze, eigenständige Region und sowohl sprachlich als auch kulturell dicht mit dem laotischen Volk verwandt, das auf der anderen Seite des Mekongs lebt. Die Südregion ist das Paradies für Strandsucher und Wasserliebhaber. Hier findet sich das Thailand der Reiseprospekte – nur noch viel schöner!

Der Süden Thailands: das Paradies der Reiseprospekte!

Einige Kletterwütige erklimmen die steilen Kalkwände des Ao Nang. Autor Sebastian genießt den Anblick lieber vom Boden aus.

Einige Kletterwütige erklimmen die steilen Kalkwände des Ao Nang. Autor Sebastian genießt den imposanten Anblick lieber vom Boden aus.

Auch wenn es wie ein Klischee klingt: aber ich habe nirgends so schöne Strände wie hier gesehen. Und manchmal sehe ich Bilder in Reiseführern und denke dann still in mich hinein, dass es in Thailand wirklich so aussieht! Gerade die westliche Seite, also die Seite zur Andaman-See, ist landschaftlich beeindruckend. Als ich das erste Mal nach Krabi (eine Stadt an der Westküste) fuhr, kündigten die ersten Kalksteinfelsen eine landschaftliche Schönheit an, die ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können. Die Kalksteinfelsen, die hier manchmal zusammen, manchmal aber auch alleine gen Himmel emporragen, stehen in ihrer bizarren Form da, als seien sie die Überreste einer vergangenen Zeit. Ich finde, sie geben dieser Region von Thailand etwas Magisches. Die Felsformationen sind übrigens auch ein beliebtes Ziel für Felsenkletterer, vor allem am Wasser. Ich habe es selber zwar nicht versucht, aber ich habe gesehen wie bei Ao Nang, einem Ort nicht weit von Krabi, Kletterfreudige direkt vom Strand aus die Felswände bestiegen haben. Für mich eindeutig zu hoch, aber imposant allemal!

Ausblick auf Ko Samui

Ausblick auf Ko Samui

Auf der anderen Seite, also an der östlichen Küste im Golf von Thailand, ist es nicht minder schön. Ich war inzwischen schon einige Male dort. Das Insel-Dreigestirn, bestehend aus Ko Tao, Ko Pha-ngan und Ko Samui, bietet ebenso warmes Wasser, feinste Sandstrände und viele Palmen, die sich manchmal malerisch über den langläufigen Strand biegen. Ko Samui ist die größte der drei Inseln und bietet ähnlich wie Phuket an der Westküste Nachtleben, Luxushotels und auch einen eigenen Flughafen mit Direktflügen nach Bangkok. Da es eine gut ausgebaute Straße rund um die Insel gibt, kommt man mit einem gemieteten Fahrzeug überall hin. Ich fahre beispielsweise gerne in den Südwesten der Insel, wo sich die Kokosnussplantagen befinden und man das Gefühl bekommt durch einen Palmenwald zu fahren. Empfehlen kann ich auch eine Fahrt in die bergige Mitte der Insel (geeignetes Fahrzeug vorausgesetzt). Von hier hat man einen Super-Ausblick auf das Wasser und die Insel. Gerade auf Ko Samui gilt aber Vorsicht beim Fahren: die Zahl der Verkehrsunfällen ist hier besonders hoch (vor allem bei Motorrollerfahrern).

Der Norden von Thailand: Abwechslung von Sonne, Strand und Meer!

Besuch des Wat Doi Suthep Tempel im Norden Thailands

Besuch des Wat Doi Suthep Tempel im Norden Thailands

Wer einen Strand- und Sonnenkoller bekommt, braucht Abwechslung. Und hierfür eignet sich der Norden Thailands. Normalerweise versuche ich mindestens einmal während meines Thailandaufenthaltes in den Norden zu kommen. Ich genieße hier einfach die ganz andere Atmosphäre im Vergleich zum restlichen Thailand. Das Essen ist anders, es gibt die kulturellen Einflüsse der Bergvölker (die man in ihren Dörfern auch besuchen kann) und vor allem ist das Klima leichter, weniger schwül, eher wie ein europäischer Sommer. Mein erster Anlaufpunkt im Norden ist meist die Stadt Chiang Mai, die sich mit dem Zug über Nacht von Bangkok aus erreichen lässt. Von hier aus lassen sich wunderbar Touren in die Umgebung starten. Es gibt auch organisierte Reisen, aber ich leihe mir meistens einen eigenen Wagen aus, wodurch ich deutlich komfortabler und flexibler unterwegs bin. Trekking ist hier eine der Hauptaktivitäten, die (fast) jeder macht. Der Grund liegt auf der Hand, denn die Natur ist einfach umwerfend. Ich kann einen Ausflug in den Doi-Inthanon-Nationalpark nur empfehlen (der gleichnamige Berg ist übrigens die höchste Erhebung Thailands). Es ist faszinierend, die vielen unbekannten Vogelstimmen zu hören oder den Mae-Ya-Wasserfall zu sehen, der sich 260 Meter in die Tiefe stürzt. Ebenfalls sollten Sie den bekannten Tempel Wat Doi Suthep besuchen, der 20 Km westlich von Chiang Mai liegt. Er ist für seine Schönheit und ebenso grandiose Aussicht bekannt. In Chiang Mai selbst gibt es reichlich Kunsthandwerk – ideal also für ein schönes Souvenir.

Hinweise zum Reisen mit dem Auto in Thailand

Abseits der Ballungszentren, wie Bangkok, fährt es sich deutlich entspannter.

Kurvige Straßen schlängeln sich durch die herrliche Landschaft. Im Gegensatz zu den Ballungszentren fährt es sich hier deutlich entspannter.

Thailand lässt sich sehr gut und sicher bereisen, auch für Erstbesucher. Zu Beginn bin ich meistens mit dem Bus, Zug manchmal auch mit einem Motorroller gefahren, inzwischen ist jedoch der Mietwagen mein bevorzugtes Fortbewegungsmittel – nicht zuletzt auch da das Fahren mit dem Auto hier deutlich sicherer ist als mit dem Roller. Grundsätzlich gilt: seien Sie vorsichtig, denn nicht immer fahren alle Teilnehmer nach den Verkehrsregeln. Im Zweifelsfall hat das stärkere (größere) Fahrzeug Vorrang. Es wird außerdem ausgiebig von der Hupe Gebrauch gemacht (Aussage: „Ich bin der Stärkere!“). Außerdem wichtig: das Lichthupen bedeutet in Thailand, ich komme („Mach Platz!“) und nicht wie im deutschen Verkehrsraum: ich warte („Bitte fahr zuerst!“). In Thailand herrscht außerdem Linksverkehr. Allgemein würde ich dazu raten, nicht gerade in Bangkok die ersten eigenen Fahrerfahrungen zu machen. Andersherum gilt: alles außer Bangkok ist weitaus entspannter und dann macht das Fahren auch richtig Spaß! Manche schöne Gegenden und Strände habe ich mit einem Mietfahrzeug erreicht, die ich sonst nur schwer oder gar nicht entdeckt hätte. Meist vertraue ich inzwischen auf die größeren Autovermietungen, da ich dort einen gewissen Standard erwarten kann. Ich habe auch lokale Vermietungen probiert, dabei aber nicht immer gute Erfahrungen gemacht.

Fotos:
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