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Bereits als Teenager zog es sie ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Der allerersten USA-Reise folgte etwas später ein Aufenthalt als Au-Pair. Seit 2008 reiste sie bisher insgesamt sieben Mal in die USA und erkundete im Mietwagen die unglaubliche Vielfalt dieses riesigen Landes. Kein Wunder, dass unsere Kollegin Katrin aus dem Online-Marketing-Team CarDelMar-intern als USA-Expertin gilt. In unserem Blog berichtet sie von ihren Reiseerfahrungen.

Nachdem es im letzten Beitrag darum ging, worauf Mietwagen-Urlauber in den USA achten sollten, berichtet Katrin heute von ihren schönsten Reise-Erlebnissen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Wo warst du in den USA als Erstes?

Katrin: 1997 war ich als Teenager in Florida. Zwei Jahre später ging ich dann als Au Pair nach St. Louis. Von dort aus habe ich Ausflüge nach Chicago, zu den Niagara Fällen und nach San Francisco unternommen. Letzteres war 2009 dann auch der Ausgangspunkt meiner Mietwagen-Rundreise durch Kalifornien und in die Rocky Mountains.

Was war deine erste Mietwagenreise in den USA?

Neuengland Acadia Indian SummerKatrin: Das war eine Tour durch Neuengland während des Indian Summer. Von Ende September bis Mitte Oktober 2008 ging es im Leihwagen von Boston aus Richtung Nordosten. Unter anderem haben wir in Maine, New Hampshire und Vermont Station gemacht. Neben dem Indian Summer mit seinen prächtigen Laubfarben ist mir vor allem der Hummer in bester Erinnerung, für den diese Region berühmt ist.

Ein Jahr später ging es dann von Kalifornien in die Rocky Mountains. Was war für dich das Besondere an dieser Tour?

Katrin: Wir sind damals von San Francisco aus nach Osten zu den Rocky Mountains gefahren. Diese Mietwagenreise ist ein Klassiker, mit dem viele anfangen. Es gibt einfach super viel zu sehen. Von San Francisco aus, die eine wirklich tolle Stadt ist, fährt man durch Wüste, Berglandschaften und Weinanbaugebiete. Eine solch unglaubliche Vielfalt lässt sich anderswo kaum finden. Wir haben tolle Nationalparks wie den Yosemite mit seinen beeindruckenden Felsen und Wasserfällen oder den Sequoia mit seinen Bergen, Canyons und Riesenmammutbäumen besucht. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Lake Tahoe, ein sehr schöner Bergsee an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada.

Kalifornien Lake TahoeWohin in den USA ging es als Nächstes?

Katrin: 2011 habe ich den Nordwesten der USA bereist. Ausgangs- und Endpunkt unserer Mietwagentour war Seattle. Von dort ging es über die Grenze nach Vancouver und nach Vancouver Island. Hier kann man Whale Watching machen und mit etwas Glück sogar Orcas beobachten. Wir sind dann mit der Fähre nach Olympic Island übergesetzt. Das ist eine Halbinsel, die zum größten Teil zum Olympic National Park gehört und in weiten Teilen von dem nördlichsten Regenwald weltweit bedeckt ist.

Hier ist Twilight-Land: In der Nähe liegt Folks, wo Stephenie Meyer ihre Vampirsaga spielen lassen hat. Unsere nächste Station war der Mount Rainier National Park, der schon in Oregon liegt. Wenn man über dessen Gebiet fliegt, sieht man nichts als hohe schneebedeckte Vulkane. Anschließend fuhren wir nach Portland. Das ist in meinen Augen eine der schönsten Städte der USA und zeichnet sich durch eine ganz besonders hohe Lebensqualität aus. Von dort aus ging es an die Küste und dann zurück nach Seattle.

Die USA-Reise 2012 führte zu Orten, die gegensätzlicher kaum sein können: nach New York und Hawaii. Wie bist du darauf gekommen, diese Ziele miteinander zu kombinieren?

Hawaii Mietwagen auf OahuKatrin: Aufgrund der weiten Anreise empfiehlt es sich, New York mit einem anderen Ziel in den USA zu verbinden, zumindest, wenn man länger Zeit hat.

Wir haben uns vier Tage lang New York angeschaut und sind von dort nach O‘ahu geflogen. Das ist zwar nicht die größte Insel, aber die Hauptinsel Hawaiis und hier befindet sich auch Honolulu. Von dort aus haben wir Inselhopping gemacht, jeweils vier Tage auf insgesamt vier Inseln verbracht und diese im Mietwagen entdeckt.

Wie seid ihr von Insel zu Insel gelangt und hattet ihr die ganze Zeit den gleichen und auf jeder Insel einen neuen Mietwagen?

Katrin: Wir sind immer geflogen – das ging einfach am schnellsten. Man kann zwar auch mit der Fähre fahren, aber die Inseln sind nicht in Sichtweite und man braucht viele Stunden für eine Distanz, die man im Flieger in einer halben Stunde bewältigt. Die lokalen Fluglinien zwischen den Inseln funktionieren wie Busse und sind sehr günstig. Wir hatten unsere Flüge zwar im Vorfeld reserviert, was aber nicht unbedingt nötig ist. Man kann auch spontan fliegen. Wir hatten auf jeder Insel einen anderen Mietwagen, den wir jeweils am Flughafen übernommen haben.

Wir haben das Auto auch immer am selben Ort zurückgegeben, an dem wir es abgeholt haben. Die Inseln sind so klein, dass eine Einwegmiete nicht sinnvoll ist. Eine Ausnahme ist Big Island, wo es zwei Flughäfen gibt und wo man im Auto immerhin vier Stunden braucht, um ans andere Ende der Insel zu kommen. Wenn ich dort noch mal hinfahren würde, würde ich auf jeden Fall eine Einwegmiete zwischen den Airports Hilo und Kona machen.

Welche Inseln habt ihr besucht und wo hat es dir besonders gefallen?

Hawaii Kauai Napali CoastKatrin: Von O‘ahu aus ging es im Flieger nach Kaua‘i, das ist sozusagen „Clooney-Island“. Hier befindet sich das Stück Land, um dessen Verkauf es in dem Film „The Descendants“ geht. Matt, gespielt von George Clooney, möchte das Land gern bewahren, statt es mit Hotels und Geschäften zupflastern zu lassen. Kaua’i ist eine ganz tolle Insel. Wer Hawaii besucht, sollte sie unbedingt ansteuern! Sie ist noch sehr ursprünglich und hier sind etwas weniger Touristen unterwegs. Man kann hier auch ganz toll wandern. An der Na Pali Coast kann man zum Beispiel wunderbar an der Küste entlanglaufen.

Von Kaua’i ging’s nach Maui. Dort ist mir der Hāna Highway besonders in Erinnerung geblieben. Der schlängelt sich an der Küste entlang und ist wunderschön, aber auch sehr anstrengend zu fahren. Als nächstes stand dann Hawai’i, auch Big Island genannt, auf dem Programm, wo wir in den Hawaii Volcanoes National Park reingefahren sind. Dort gibt es zwei richtig hohe, noch aktive Vulkane, den Kilauea und den Maunaloa. Beide stoßen ständig Dampf aus, und in der Dämmerung leuchtet es. Wer vorhat, hier abends oder früh morgens langzufahren, sollte warme Kleidung dabei haben. Es kann empfindlich kalt werden! Wir hatten hier zum Beispiel nur 8° Celsius. Wenn man dort unterwegs ist, kann es passieren, dass da über der Straße plötzlich ein erkalteter Lavastrom ist, der ins Meer geflossen ist.

Hawaii Big Island Vulkan bei NachtWas macht für dich das Besondere an Hawaii aus, im Gegensatz zu anderen US-Bundesstaaten?

Katrin: Hawaii ist ja ein relativ junger Bundesstaat, da es erst in den 50ern diesen Status bekommen hat und vorher von den USA besetzt war. Es gibt ziemlich unterschiedliche kulturelle Einflüsse, zum Beispiel leben hier viele Japaner, die auch die aktuelle Alltagskultur prägen. Ein Beispiel ist der berühmte Eisladen Matsumoto auf O’ahu. Die Hawaiianer haben noch einiges von ihrer alten polynesischen Kultur erhalten, beispielsweise ihre alte Sprache. In der Schule lernen die Kinder auch Pele kennen, eine Feuer- und Vulkangöttin, die in der alten hawaiischen Religion als Ursprung allen Lebens galt. In Honolulu dreht sich ganz viel um König Kamehameha bzw. die Kamehameha-Dynastie. Man spürt, dass es viele Bemühungen gibt, die alte Kultur zu bewahren. Das finde ich das Tolle an Hawaii.

 

Im dritten und letzten Blogbeitrag unserer USA-Serie geht es demnächst weiter mit Katrins nächster USA-Reise, die durch den Südwesten führte und mit einem weiteren Mietwagen-Urlaub, in dem sie unter anderem den Yellowstone Nationalpark entdeckt hat. Außerdem berichtet sie von ihren Erlebnissen an Orten, die für die Geschichte der Vereinigten Staaten eine große Bedeutung haben.

USA Interview Teil 2: Neuengland, Kalifornien, Rocky Mountains, Nordwesten und Hawaii
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