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Sonne, Palmen, Strand und Meer – die meisten Deutschen zieht es im Sommerurlaub in die warmen Regionen südlicher Breitengrade. Dabei hat Europa deutlich mehr zu bieten als die türkische Riviera, die italienische Adria und die Costa Blanca.

Wer den Sangria an der Playa de Palma im Sommer gegen Abenteuer, Wildnis und spektakuläre Naturschauspiele tauschen will, wird im hohen Norden Europas fündig. Auf Island erwartet Sie eine bizarre Welt aus rauchenden Gletschervulkanen, zischenden Geysiren und tosenden Wasserfällen.

Island: Feuerinsel im Nordatlantik

Feuerinsel IslandEine Welt voller Magie und spektakulärer Naturschauspiele erwartet Sie auf der Feuerinsel Island. Der nordeuropäische Inselstaat besitzt eine Fläche von rund 100.000 km². Nur knapp 300.000 Einwohner leben auf der Insel, wobei ein Drittel der Bevölkerung auf der Halbinsel zwischen Reykjavik und Keflavik wohnt. Island ist eine zerrissene Insel. Quer über die Landmasse verläuft eine tektonische Bruchspalte. An dieser Stelle driften die Nordamerikanische und die Eurasische Platte auseinander – 2 Zentimeter pro Jahr.

Feuer und Eis prägen seit Jahrmillionen das Antlitz der Insel. Auf einer Rundreise mit dem Mietwagen besuchen Sie Wasser speiende Geysire, brodelnde Schlammlöcher, dramatische Wasserfälle und rauchende Gletschervulkane. Den Auftakt bildet jedoch ein besonderes Erlebnis im hohen Norden: Ein Bad in der Blauen Lagune.

Blaue Lagune

Island Blue LagoonZwischen der Inselhauptstadt Reykjavik und dem internationalen Flughafen Keflavik liegt mit der Blauen Lagune ein türkisfarbenes Badeparadies in einem schwarzen Lavafeld. Der 5.000 m² große See wird vom überschüssigen Wasser des Geothermalkraftwerks Svartsengi gespeist und wird das ganze Jahr hindurch als Badeort genutzt. Die Wassertemperatur liegt konstant zwischen 37 und 42 Grad und lädt selbst bei frostigen Außentemperaturen zum Relaxen ein.

Golden Circle

Island Golden Circle BlaseDer Golden Circle ist eine touristische Route im Südwesten Islands, die zahlreiche landschaftliche Highlights erschließt. Zu den Attraktionen gehört das aktive Geothermalgebiet im Haukadalur-Tal, das sich am Fuß des Laugarfjall-Vulkans erstreckt. Ein faszinierendes Naturschauspiel bietet der Strokkur-Geysir. Im Abstand von fünf Minuten schießt aus der Springquelle eine Fontäne aus kochend heißem Wasser in die Luft, die eine Höhe zwischen 25 und 35 Metern erreicht.

Unmittelbar am Eingang des Tales brodelt und blubbert es gewaltig. In mehreren Schlammbecken köchelt rötlicher und grauer Schlamm vor sich hin und wirft große Blasen auf. Ein Naturphänomen ist die leuchtend blaue Blesi-Quelle am Golden Circle. Mit einer Temperatur von knapp 100 Grad dringt das Wasser in zwei Becken an die Oberfläche. Die intensive Färbung verdankt die Quelle Mineralien, die nur bestimmte Lichtanteile reflektieren.

Gewaltige Wasserfälle auf Island

Island WasserfallDie zahlreichen Gletscher im Landesinneren von Island entwässern über unzählige Flüsse, die auf ihrem Weg zum Meer über steile Felskanten in die Tiefe stürzen. Ein mächtiger Wasserfall im Süden der Insel ist der 60 Meter hohe Skógafoss. Auf einer Breite von 25 Metern stürzen die Wassermassen über eine Abbruchkante in ein steiniges Kiesbett. Ein bekannter Trekking-Pfad führt an der Ostseite des Wasserfalls entlang.

Am Golden Circle im Südwesten der Insel befindet sich der spektakuläre Gullfoss-Wasserfall. Er besteht aus zwei Stufen, die rechtwinklig zueinanderstehen. Der Gletscherfluss Hvítá stürzt an dieser Stelle in eine 70 Meter tiefe Schlucht. Einen beeindruckenden Anblick bietet der Gullfoss in den Sommermonaten, wenn der Fluss besonders viel Wasser führt. Bis zu 130 Kubikmeter Wasser pro Sekunde donnern zwischen Juli und August über die Felskanten in die Tiefe.

Die Gletscherlagune Jökulsárlón

Island Gletscher Lagoon JökulsárlónIm Südosten Islands liegt mit der Lagune Jökulsárlón der größte Gletschersee der Feuerinsel. Er bedeckt eine Fläche von 18 km² und entstand in den letzten 100 Jahren, als sich die Zunge des Vatnajökull-Gletschers in das Landesinnere zurückzog. Zahlreiche leuchtend blaue Eisberge und Eisschollen treiben auf dem milchig-weißen Gewässer. An der Gletscherkante brechen regelmäßig Eismassen mit einer Höhe von bis zu 15 Metern ab, die anschließend auf dem See treiben.

Die Lagune entwässert über den Fluss Jökulsá á Breiðamerkursandi in das Meer. An der Grenze zwischen Gletscherlagune und Abfluss überspannt eine Brücke das Gewässer, von der Sie eine fantastische Aussicht auf die Wasserfläche haben. Jökulsárlón liegt nur knapp über Meeresniveau und bei starker Flut kommt es zu einer Umkehr der Strömung. Dann fließt salziges Meerwasser aus dem Atlantik in den Gletschersee.

Reykjavik und Keflavik – Städte im Süden Islands

Island ReykjavikDie Hauptstadt Reykjavik ist die bevölkerungsreichste Stadt und das kulturelle Zentrum Islands. Hoch über der Stadt fällt eine futuristische Konstruktion ins Auge. Sechs riesige Wassertanks, jeder mit einem Fassungsvermögen von 4 Millionen Litern, bilden auf den Bergen einen Kreis. In den Behältern lagert kochend heißes Wasser, das die Einwohner Reykjaviks mit Wärme versorgt. Reykjavik ist eine vergleichsweise junge Hauptstadt. Am Ende des 19. Jahrhunderts lebten gerade einmal 5.000 Menschen in der Stadt an der Rauchbucht. Das Wahrzeichen von Reykjavik, der 74 Meter hohe Spitzturm Hallgrímskirkja, wurde erst im Jahr 1986 fertiggestellt.

Rund 40 Kilometer von der isländischen Hauptstadt entfernt liegt mit Keflavik die sechstgrößte Stadt des Landes. Sie befindet sich an der sogenannten Treibholzbucht und hat mit den historischen dänischen Kaufmannshäusern am lebhaften Hafen sehenswerte Bauwerke zu bieten.

 

Feuerinsel Island: Alternatives Reiseziel im Sommerurlaub
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