CarDelMar.com/de
Seite auswählen

Strahlender Sonnenschein und ein laues Lüftchen – sehnsüchtig erwarten viele Menschen den Frühling. Doch nicht jeder freut sich, wenn im April die Temperaturen steigen und die Natur zu neuem Leben erwacht. Für Pollenallergiker beginnt im Frühling eine Leidenszeit, denn der Blütenstaub von Getreide, Bäumen und Gräsern löst eine allergische Reaktion aus.

Das Freisetzen von Pollen ist für die Pflanzenwelt überlebenswichtig und ein genialer Plan, den die Natur entworfen hat. Kommen die Pollen allerdings mit den Schleimhäuten von Allergiegeplagten in Kontakt, leiden die Betroffenen unter Augenjucken, Schnupfen und wiederkehrenden Niesanfällen. Wir klären über die Symptome des Heuschnupfens auf und geben Tipps zur Linderung der Beschwerden und zu pollenarmen Reisezielen.

April bis August: Hochsaison für Pollen

Heuschnupfen Guide Pollenflug16 Prozent aller Deutschen sind nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes von einer Pollenallergie betroffen. Im Frühjahr werden Allergiker von Hasel, Birken- und Erlenpollen geplagt. In milden Wintern kann der Pollenflug bereits im Februar einsetzen. Zwischen Ende Mai und Ende Juli ist die Belastung durch Gräser- und Getreidepollen besonders stark. Bis in den August hinein blühen Kräuter wie Nessel, Beifuß und Ambrosia.

In Zusammenarbeit mit dem Polleninformationsdienst erstellt der Deutsche Wetterdienst während der Hochsaison einen Pollenflugkalender, der die Belastung mit Gräser-, Blüten, Baum und Kräuterpollen nach Regionen anzeigt.

Klassische Symptome für Heuschnupfen

Heuschnupfen Guide SymptomeHeuschnupfen wird durch eine Reizung der Schleimhäute ausgelöst und von charakteristischen Symptomen begleitet. Juckende, tränende Augen und Fließschnupfen sind ebenso typische Körperreaktionen wie ein permanenter Niesreiz. In schweren Fällen kann es zu Schluckbeschwerden und zum Kratzen im Hals kommen.

Die Ausprägung der Symptome ist bei den Betroffenen unterschiedlich. Während manche Allergiker kaum in der Lebensqualität beeinträchtigt werden, leiden andere stark. Eine Kreuzallergie, bei der zur Pollenunverträglichkeit beispielsweise eine Allergie gegen Hausstaubmilben hinzukommt, trägt zu einer deutlicheren Ausprägung der Heuschnupfen-Symptome bei.

Alltagstipps zur Linderung der Beschwerden

Heuschnupfen Guide Linderung FensterDie einfachste Methode zur Linderung der Beschwerden, die jedoch mit einem hohen Verlust an Lebensqualität verbunden ist, ist die Vermeidung des Aufenthaltes im Freien. Die Fenster in der Wohnung sollten geschlossen gehalten oder mit Pollenschutzgittern ausgerüstet werden. Da Blüten- und Gräserpollen auch in der Kleidung haften, sollte diese nicht im Schlafzimmer ausgezogen werden. Die aufbewirbelten Pollen können ansonsten zu einem nächtlichen Allergieschub führen. Hilfreich ist das Duschen vor dem Zubettgehen.

Auf diese Weise werden Pollen aus den Haaren und vom Körper entfernt. Darüber hinaus verringern häufiges Staubsaugen und Wischen, dass Pollen aufbewirbelt werden. Im Handel sind spezielle Allergiestaubsauger erhältlich, die über einen Pollenfilter verfügen. Die Wohnung sollte selbst bei warmen Außentemperaturen nicht stundenlang, sondern besser stoßweise gelüftet werden und das Trocknen frisch gewaschener Wäsche unter freiem Himmel sollten Sie nach Möglichkeit vermeiden

Medikamentöse Behandlung mit Antihistaminika

Heuschnupfen Guide MedikamentWer auf den Aufenthalt im Freien nicht verzichten möchte, kann auf Allergie-Therapeutika zurückgreifen, die meist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Sogenannte Antihistaminika lindern die Augen- und Nasenbeschwerden und werden in Tropfen- oder Tablettenform bzw. als Spray angeboten. Eine weitere Methode zur Linderung der Beschwerden ist die Hyposensibilisierung.

Dabei werden meist geringe Mengen des Allergie auslösenden Wirkstoffes unter die Haut gespritzt, um auf diese Weise eine Immunisierung zu erwirken. Diese Form der Immuntherapie kann sich über Jahre hinziehen, und ob sie im Einzelfall sinnvoll ist, muss im Vorfeld mit dem Arzt abgeklärt werden.

Berge oder Meer: Urlaub in pollenfreien Gebieten

Heuschnupfen Guide UrlaubWer unter Pollenallergie leidet, wünscht sich, wenigstens im Urlaub der Belastung für einen gewissen Zeitraum zu entkommen. In Deutschland sind die ostfriesischen Inseln und Sylt weitestgehend pollenfrei. Meist weht der Wind vom Meer und lässt den Pollen keine Chance. Die jodhaltige Meeresluft wirkt beruhigend auf gereizte Atemwege und das maritime Klima lindert darüber hinaus verschiedene Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte. Auf mediterranes Ambiente und palmengesäumte Sandstrände im Urlaub müssen auch Allergiker nicht verzichten. An der portugiesischen und französischen Atlantikküste können verschnupfte Nasen befreit durchatmen. Belastenden Birken- und Erlenpollen gehen Sie im Frühjahr mit einem Urlaub auf den Kanarischen Inseln aus dem Weg.

Auf Lanzarote, Gran Canaria und Fuerteventura sind diese Pollen kaum nachweisbar und die Belastung für Allergiker ist entsprechend gering. Wanderfreunde und Aktivurlauber können in den alpinen Hochlagen der Alpen aufatmen. Hochgurgel in Tirol, St. Moritz in der Schweiz und Sulden in Südtirol liegen oberhalb von 1.800 Metern und weder Blütenpollen noch Hausstaubmilben sind in dieser Höhe in nennenswerter Konzentration nachweisbar.