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Auf einer Länge von 117 Kilometern windet sich mit der Transfagarasan eine spektakuläre Gebirgsstraße durch das Fagaras-Gebirge in den Transsilvanischen Alpen. Sie verbindet die rumänischen Regionen der Walachei und Siebenbürgen miteinander und gilt unter Kennern als eine der schönsten Hochgebirgsstraßen der Welt.

Die Straße besteht aus einem Labyrinth aus engen Haarnadelkurven, Viadukten und Serpentinen und erreicht auf einer Höhe von 2.042 Metern über dem Meeresspiegel den Eingang zu einem düsteren Straßentunnel mit fast einem Kilometer Länge. Eine Fahrt auf der asphaltierten Strecke mit dem Mietwagen ist ein unvergleichliches Abenteuer in der spektakulären Bergwelt der Karpaten.

Streckenverlauf der Transfagarasan-Hochstraße bis zur Passhöhe

Transfagarasan StraßeDie Transfagarasan-Hochstraße nimmt im wildromantischen Arges-Tal in der Großen Walachei ihren Anfang. Unmittelbar hinter dem Wasserkraftwerk der Talsperre Vidraru beginnt der steile Anstieg zur Passhöhe. Vier Tunnel, unzählige Spitzkehren und mehrere Viadukte überqueren Sie mit dem Mietwagen. Zwei Tunnel führen unmittelbar an der Staumauer des Stausees Vidraru entlang. Ein erstes Highlight auf der Strecke bis zur Passhöhe ist die Fahrt über die sechs Meter breite Staumauer.

Im weiteren Verlauf passiert die Transfagarasan das Capra-Tal. Nach einem sanften Streckenverlauf zu Beginn folgt auf dem 23 Kilometer langen Abschnitt ein steiler Anstieg zur Passhöhe. Auf einer Höhe von 2.042 Metern über dem Meeresspiegel öffnet sich wie ein dunkler Schlund der Eingang zum 887 Meter langen Bâlea-Tunnel.

Der weitere Verlauf bis nach Siebenbürgen

Transfagarasan BergDer unbeleuchtete Bâlea-Tunnel ist der höchstgelegene Tunnel Rumäniens und ein beklemmendes Gefühl macht sich auf der Unterquerung des 2.398 Meter hohen Paltinu-Berges bei zahlreichen Autofahrern breit. Die Passhöhe bildet die Grenze zwischen den kargen, schneebedeckten Hochtälern im Norden des Fagaras-Gebirges und der klimatisch begünstigten Südseite.

Auf der anderen Tunnelseite erstreckt sich der dunkle Bâlea-See mit der gleichnamigen Hütte. In dramatischen Serpentinen windet sich die Hochgebirgsstraße durch das Naturschutzgebiet Bâlea mit dem spektakulären Bâlea-Wasserfall. Im Zickzack-Kurs geht es hinab zu den fruchtbaren Ebenen Siebenbürgens. Das Klima ist spürbar milder als an der Nordseite des Gebirges und in der Ortschaft Cartisoara im Kreis Sibiu endet das Hochgebirgsabenteuer auf der Landstraße in den rumänischen Karpaten.

Der Bau der Transfagarasan-Hochstraße

Transfagarasan HochstrasseMit dem Bau der Transfagarasan-Hochstraße wurde im Jahr 1970 begonnen. Das kommunistische Staatsoberhaupt Nicolae Ceausescu gab vor dem Hintergrund des Prager Frühlings den Bau als Militärstraße in Auftrag. Die neue Verbindung durch das Fagaras-Gebirge sollte schnelle Truppenbewegungen ermöglichen. Später verlor die Hochgebirgsstraße an militärischer Bedeutung und wurde hauptsächlich von Touristen genutzt.

Am 20. September 1974 wurde die Transfagarasan nach einer Bauzeit von 4,5 Jahren eröffnet. Zahlreiche Bauarbeiter, Soldaten und Bergleute kamen während der Bauarbeiten ums Leben. Während offizielle Stellen von rund 40 Toten sprechen, starben Zeitzeugen zufolge mehr als 400 Menschen bei den Arbeiten in dem unwegsamen Gelände. Der Straßenbau begann zeitgleich auf der Nord- und Südseite des Gebirges. Auf einer Höhe von 1.600 Metern über dem Meeresspiegel befindet sich mit dem sogenannten „Tor der Begegnung“ die Stelle, an der die beiden Baumannschaften aufeinandertrafen.

Touristische Highlights an der Strecke

Transfagarasan SeeDie Transfagarasan wird von mehreren touristischen Attraktionen gesäumt, die zu einem Zwischenstopp auf der Mietwagentour einladen. In der Großen Walachei, in der Nähe der Vidraru-Talsperre erheben sich auf einem Felssporn die Ruinen der Burg Poenari. Ein Besuch der mittelalterlichen Burgruine gehört zum Pflichtprogramm für Dracula-Fans, denn im Jahr 1462 flüchtete der berühmt-berüchtigte Fürst Vlad III. Draculea vor den heranstürmenden Osmanen auf die Burg.

Die Burgruine diente Bram Stoker allerdings nicht als Kulisse in seinem Roman „Dracula“. Aus Unkenntnis verlegte er den Hauptort der Handlung in eine Region in Siebenbürgen. Der Vidraru-Stausee ist ein beliebtes Naherholungsziel in Rumänien. Auf dem riesigen Gewässer werden Schiffsfahrten und Angeltouren organisiert und Wagemutige stürzen sich bei einem Bungee-Sprung von der 166 Meter hohen Staumauer. Landschaftliche Highlights an der Strecke sind der Naturpark Fagaras auf der Nordseite und das Naturschutzgebiet Bâlea an der Südseite des Gebirges.

Transfagarasan-Hochstraße: Tipps für Fahrten mit dem Mietwagen

Transfagarasan KurveEine Fahrt mit dem Mietwagen auf der 117 Kilometer langen Transfagarasan-Hochstraße stellt an die fahrerischen Fähigkeiten aufgrund der unzähligen Haarnadelkurven und witterungsbedingter Unwägbarkeiten hohe Anforderungen. Die Gebirgsstraße ist nur an vier Monaten im Jahr passierbar und bleibt zwischen Ende Oktober und Anfang Juni gesperrt. Eine langfristige Planung der Mietwagentour empfiehlt sich aus diesem Grund.

Warme Kleidung und ausreichend Proviant sollten im Leihwagen mitgeführt werden, da es auch in den Sommermonaten zu witterungsbedingten Sperrungen kommen kann. Als Übernachtungsmöglichkeit bietet sich die Bâlea-Hütte am gleichnamigen Gletschersee unterhalb der Passhöhe an. Sie dient zugleich als Verpflegungsstützpunkt und Ausgangsort für Hochgebirgswanderungen in das Fagaras-Gebirge. In der Nähe wurde im Jahr 2006 das erste Eishotel Osteuropas in der Form eines überdimensionalen Iglus erbaut.

 

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